Eine Kreuzfahrt entlang der Westküste Norwegens

Veröffentlicht am 14. August 2024 um 22:21

An einem längstvergangenen warmen Sommertag ging es mit dem Schiff - nach einer aufregenden Einschiffung- los in Richtung Amsterdam. 

Die dargestellte Reiseroute wirkte zunächst als gute Übersicht über das Land. Vielversprechend und abwechslungsreich- sagte mir jedoch nichts über das Land außer, dass verschiedene Städte in Küstenregion angeschifft werden. Aber wie jede reisende Person informiert man sich für gewöhnlich ja bereits im Vorfeld über das Land.

Der Abend an Bord zeigte fantastische erste Eindrücke. Sehr imposant einen Sonnenuntergang aus dieser Perspektive zu erleben. Ich war ziemlich aufgeregt, zumal das auch meine erste Kreuzfahrt im Leben werden sollte.  

Doch lasst uns nicht so lang mit den ersten Eindrücken aufhalten, sondern direkt nach Stavanger schiffen. 

Los kommt, auf zum nächsten Ziel. 

Stavanger 

 

Hier ein paar Eindrücke dieser Stadt. Zugegebenermaßen nicht die klassischen Stadtbilder und doch ebenso erwähnenswert. Von Graffiti bis zum alten Stadttelefon- mit dem ein Feuer gemeldet wurde, kann man in dieser Stadt alles erleben. Hier trifft Wasser auf Hügel, alt auf neu, modern auf traditionell. Der erste Eindruck war auf jeden Fall vielversprechend in all seinen faszinierenden Kontrasten. 

Zudem ist Stavanger die 4. größte Stadt Norwegens. Im südlichen Teil Norwegens an der Westküste gelegen zeichnet sich diese Region mit typischen Merkmalen des Südens Norwegens aus, wie z.B. lange Sandstrände und Küstenklima. 

 

ZUR INFORMATION:

Solltet ihr euch einmal in dieser Stadt befinden, nutzt auf jeden Fall die Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt, den Hafen und wer etwas weiter hoch hinaus möchte kann hinauflaufen/fahren zu dem Aussichtspunkt am Ullandhaugtåget. 

Die imposante Einfahrt nach Molde

Dabei war das Wetter zwar trocken aber es sah sehr stark danach aus, als würde es jeden Moment regnen oder aus Tonnen gießen. Trotzdem empfinde ich die Berge mit ihren Wolkennebelschwaden auch sehr interessant. 

Bud und die Atlantikstraße

 

Doch das Wetter meinte es gut mit uns und so konnten diese herrlichen Bilder entstehen.

Handelt es sich bei Bud um ein süßes traditionelles kleines Fischerdorf so ist die Atlantikstraße den meisten doch sehr bekannt. 

Zur Atlantikstraße selbst möchte ich gar nicht so viel verraten, dazu findet man im gesamte Internet Beiträgen. Wichtig ist jedoch zu wissen, es ist ein starker Touristenmagnet und oft stark besucht. Jedoch eben auch sehr sehr sehenswert und schwer zu empfehlen. Mit Hunden jedoch eher nicht zu empfehlen aufgrund des Touristenaufkommens und die Wege sind mit Gitterplatten verlegt, darauf läuft es sich für jeden Hund nur sehr schlecht. 

In Bud hat mir besonders die Struktur des Dörfchens mit seinen traditionellen Holzhäusern und die Einbettung in die umliegenden Inseln gefallen. Zu diesem Dorf folgt man einfach der Atlantikstraße weiter - immer der Beschilderung nach.

 

ZUR INFORMATION:

Dieser Streckenabschnitt ist mit einem braunen Rautenschild gekennzeichnet und besagt, dass es sich um eine Panoramastraße oder auch landschaftlich interessante Straße handelt. Dieses Rautenschild wird in Norwegen auch verwendet um Sehenswürdigkeiten zu kennzeichnen, wenn ihr also mal an einem vorbeifahrt, kann es sich eventuell lohnt es sich einen Abstecher in Richtung der Raute zu unternehmen. Wobei ich fairer Weise sagen muss, dass es sehr sehr sehr viele solcher Schilder in Norwegen gibt.

Genauere Informationen findet ihr auch unter folgenden Link:

https://www.visitnorway.de/reiseplanung/reisetipps/norwegische-landschaftsrouten/ 

Von Molde weiter mit dem Schiff nach Åndalsnes

 

 

Mit einem Wort: Traumhaft. Berge, Fjorde, Wasserfälle.

 

ZUR INFORMATION:

wir befinden uns hier in einer der regenreichsten Gegenden Norwegens. Aber dafür gibt es hier eine besonders grüne Flora. Eine Regenjacke solltet ihr auf jeden Fall im Gepäck haben. 

Åndalsnes

 

 

Åndalsnes ist ein hübsches kleines Örtchen mit einem eigenen Hausberg, zu dessen Gipfel man mittels Seilbahn kommt, wenn man nicht wandern möchte. Oben erwartet einen eine Aussichtsplattform mit fantastischer Sicht - zumindest bei tollem Wetter.

Wer nicht auf den höchsten Berg will aber trotzdem etwas wandern, ist gut bedient mit der Wanderung im Nesakslawandergebiet. Hier sind auch die Wege für Hunde geeignet und die Wege sind auch gut für Kinder zu bewältigen. Einzig nach dem Regen sehr rutschig.

 

Durch die nahe Lage an die Nationalparks mit gletscherhohen Bergen erhält das Wasser hier eine ganz eigene Farbe, die man einfach mal gesehen haben muss.

 

Besonders erwähnenswert ist auch die Nähe zu den Trolligsten, eine Straße die weit über die Grenzen Norwegens bei Touristen sehr bekannt ist. Im Jahre 2024 jedoch geschlossen aufgrund herabstürzender Felsen. 

 

Bodø

Auf dem Weg nach Bodø überquert man den Polarkreis und befindet sich nun in der Region nördlich des Polarkreises. Ab hier gelten andere Naturbedingungen.

Wir haben an diesem Tag an einer RIB - Boot-Tour teilgenommen. Die Stadt ist besonders bekannt für ihre, sich in der Nähe befindlichen, Gezeitenströmungen, die diese tollen Wasserstrudel verursachen. Diese sehen von der Seeseite nochmal ganz anders aus, als wenn sie von oben, von der Brücke betrachtet, wie auch immer man sie kennen lernt - sie sind sehenswert.

 

ZUR INFORMATION:

Zum RIB-Boot Ausflug selbst erhält man wasserdichte Thermoanzüge sowie Schutzbrillen, die man auch nur dringend empfehlen kann, denn solch eine Fahrt wird spritzig. Für Menschen mit Rückenleiden eher ungeeignet, da das Boot bei steigender Geschwindigkeit förmlich über das Wasser springt.

Sonnenuntergang am Abend
Sonnenuntergang

Narvik

 

Bei Narvik handelt es sich um eine größere Stadt im Nordland. Auf einer Halbinsel liegend und von einem Berg begrenzt, treffen hier Berge und "Meer" zusammen. Umgeben von dem Ofotfjord spielte Narvik vor allem im Zweiten Weltkrieg eine wichtig Rolle für die Deutschen. Dies zeigt sich auch an vielen Stellen in der Stadt und wird besonders im Museum dargestellt. Besonders der Eisenerzabbau und die Transportmöglichkeit mittels Zug wurde sehr geschätzt. Heute besteht die Zuglinie von hier aus bis nach Stockholm mit Umsteigemöglichkeit in Kiruna (Schweden).

Diese Zugstrecke wird von Touristen gern genutzt um mittels Nachtzug in den hohen Norden Norwegens zu kommen und ich habe schon mehrere kennengelernt, die das probiert und als positiv befunden haben. 

Ansonsten ist Narvik eine Universitätsstadt und somit ist alles verfügbar was man im studentischen Leben benötigt. 

Das Wetter war bei uns wechselhaft, von wolkenverhangenen bis hin zu sonnig war alles vertreten, aber kein Regen. Glück gehabt. 

Hier mal noch für die Skifahrer unter Euch, das Skigebiet. Von besonderem Interesse da 2029 hier die Alpine Ski - WM stattfindet. Darauf freuen sich die Norweger schon heute riesig.

Aber auch für Langläufer eine echte Perle.

Außerdem zeigt die Karte auch gleich nochmal wie sich der Ort  Narvik in seiner geografischen Lage präsentiert.

Lofoten

 

 

JA, wer hat noch nicht von Ihnen gehört, deshalb lassen wir einfach die Bilder für sich sprechen. 

 

Die meisten Bilder hier sind auf der Strecke von Leknes nach Reine entstanden. Eine landschaftlich wahnsinnig tolle Strecke. Nicht umsonst sagt man "die Lofoten sind das kleine Norwegen". 

Was ich auch immer wieder toll finde, sind die Straßen in Norwegen, weshalb ich sicherlich auch immer wieder Bilder von Straßen einwerfen werde.

Wie ihr seht hatten wir mit dem Wetter großes Glück, fast schien es, als wolle uns die Gegend zeigen wie schön sie im Sonnenlicht sein kann. Grundsätzlich ist das Wetter auf den Lofoten sehr wechselhaft, begründet durch die Nähe zum Atlantik fegt hier öfters der Wind die Wolken weg oder neue hin. Selbst der Kapitän sagte: " Seit vielen Jahren habe ich diese Tour aber 2 Tage komplett Sonne habe ich hier noch nicht erlebt." 

Ja, die Lofoten sind ein Traum.

Im Sommer zieht jedoch auch hier stark der Tourismus ein und es ist recht voll auf der Insel. Wer die Landschaft also im Stillen für sich genießen will, sollte dann doch schon im Mai oder im Herbst herkommen- wobei da die Wettervoraussetzungen vielleicht nicht die besten sein könnten. 

Auf den Lofoten hat man im Sommer auch die Mitternachtssonne, sodass man hier auch 23 Uhr noch im strahlenden Sonnenschein die Abende genießen kann. Die Sonne geht zu dieser Zeit nicht unter sondern "küsst" Null Uhr den Horizont und steigt wieder auf. In unserem Fall, mittlerweile im August, nimmt die Sonne wieder eine kürzere Strahlungszeit ein und geht wieder unter. Die beste Zeit um die Mittsonnennächste zu erleben ist Ende Mai bis Mitte Juli.

Dämmerung
Dämmerung

Trondheim

 

Wundert euch nicht, unsere Route wurde geändert, weil in Maløy mit 10m hohen Wellen gerechnet wurde, die dann auch tatsächlich berichtet wurden. Deshalb geht es für uns weiter nach Trondheim. 

ZUR INFORMATION:

Da lacht mich doch gleich das nächste Highlight an:  in jedem- zumindest jedem besuchten Supermarkt, den es in Norwegen gibt, gibt es eine solche Candybar. Dadurch, dass die Wege sehr weit sind, findet man nur wenige abgepackte/importierte Süßigkeiten wie von Haribo oder ähnliches. Sondern die Norweger stellen sich ihre Süßigkeiten selbst zusammen. Zumal das oft günstiger ist- wie z.B. im Bild leicht erkennbar, war glaube ich mich recht zu erinnern ein 500g Becher für 59,90 NOK also ca. 5 €.

Grundsätzlich sind diese Lebensmittel hier teuer. Schokolade ca. 4 € pro 100 g. 

Nidarosdom
Nidarosdom
Nidarosdom

Auch hier noch ein paar Impressionen. Trondheim ist recht gut zu Fuß erlaufbar, zumindest die bekanntesten touristischen Highlights.

Der Nidarosdom ist weit über die Grenzen hinaus bekannt, denn hier wurden früher die norwegischen Könige gekrönt. 

Der Glasbau im unteren Bild ist ein Hallenbad. Diese gibt es in Norwegen sehr wenig und nur in den größeren Städten, grundsätzlich geht man im Winter in Norwegen zum Eisbaden. 

Insgesamt eine tolle empfehlenswerte Stadt.

Ålesund 

 

Ålesund wird als die Stadt der sieben Inseln bezeichnet, weil sie von sieben Inseln umgeben ist, von denen drei durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind.

Hier hatten wir zum ersten Mal kein Glück mit dem Wetter. Erst regnete es stark und dann zog sich der Himmel langsam auf und es zeigten sich doch noch heller Farbspiele.  Es war unser letzter Tag in Norwegen, somit haben wir das gut verkraften können. 

 

ZUR INFORMATION:

Der Leuchtturm in der Diashow ist heute eine Location für Flitterwochen. Wer seine Flitterwochen also etwas anders gestalten möchte, kann sich in den Leuchtturm einmieten.

 

Sunnmøre Museum

Ein Freiluftmuseum, in dem ein früheres Dorf präsentiert wird, bestehend aus seinen einzelnen Häusern, wo man die meisten, nicht alle, von innen besichtigen kann. Für uns hat es sich gelohnt einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Meiner Tochter hat das ganz besonders  gut gefallen und sie wünschte, die heutigen Wohnsiedlungen wären noch so. 

 

Und damit endet diese Kreuzfahrt. Nach einem Seetag erreichen wir Bremerhaven. Wir hoffen wir konnten euch ein paar Einblicke in die einzelnen Gegenden geben. Natürlich können per Schiff nur küstennahe Gebiete besucht werden, weshalb wir unsere nächste Reise mit dem Wohnmobil planen. 

 

Wollt ihr noch weitere Fotos, so schaut gern in der Fotogalerie vorbei. 

 

Wenn es Euch gefallen hat, lasst gern mal ein Kommentar dar. Ich freue mich auf Post von euch und ganz klar, wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir gerne.

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Kommentare

Hannes Hubalek
Vor einem Jahr

Beeindruckende Bilder …🤗
Danke 🙏